Kirchlich heiraten in Italien

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KATHOLISCHE TRAUUNG
Katholische Trauung in Italien
1. ERFORDERLICHE UNTERLAGEN FÜR EINE KATHOLISCHE TRAUUNG
Religiöse Bescheinigungen
Die vorbereitenden Maßnahmen müssen in der Gemeinde eines der Ehegatten getroffen werden.
Er oder sie muss mindestens 6-8 Monate vor dem geplanten Hochzeitsdatum mit den
Vorbereitungen beginnen. Die Zertifikate, die für beide Ehegatten vorliegen müssen sind folgende:
-Bescheinigung über die Teilnahme an einem Hochzeitsvorbereitungskurs
-Taufbescheinigung, die innerhalb von 6 Monaten vor der Trauung ausgestellt werden muss
- Firmungsbescheinigungen
- Antrag auf Mischehe, wenn einer der Ehegatten nicht katholisch ist
Nichtitaliener, die in Italien heiraten möchten, müssen außerdem folgende Papiere vorlegen:
- Eine voreheliche Prüfung oder voreheliche Untersuchung, denn diese enthält das Nulla Osta (Nihil Obstat), die Genehmigung des für die Brautleute zuständigen Bischof, die besagt, dass das Paar außerhalb ihrer Gemeinde heiraten darf. Es wird von der Diözese des Paars unterzeichnet. Die kirchlichen Papiere haben ab Ausstellungsdatum eine Gültigkeitsdauer von 6 Monaten (ausgestellt werden sie wie oben erklärt im Heimatland des Paars). Diese Papiere müssen mindestens 2 Monate vor der Hochzeit bei uns eingehen, damit sie genau geprüft werden und eventuelle fehlende Unterlagen beschafft werden können.
Wenn Sie schon einmal verheiratet waren und geschieden sind, ist es
Ihnen nicht erlaubt, nochmals katholisch zu heiraten. Nur wenn die erste Hochzeit annulliert wird und dies von der Kirche anerkannt und bestätigt wird, ist es möglich, ein zweites Mal katholisch zu heiraten.
Kurz nach Ankunft des Paars in Italien arrangiert Regency ein Treffen mit dem Priester, der die Trauung zelebrieren wird. Bei diesem Treffen werden Einzelheiten besprochen.
Das Paar sollte ein Büchlein mit dem Text der Zeremonie vorbereiten. Dies geschieht mit Hilfe ihrer Heimatgemeinde. Das Büchlein muss mindestens einen Monat vor der Hochzeit vorliegen. Dies ermöglicht nötige Änderungen.
Standesamtliche Papiere
Wenn das Paar vor der katholischen Trauung bereits standesamtlich geheiratet hat, muss eine Kopie ihrer Heiratsurkunde vorgelegt werden.
Wenn das Paar hingegen wünscht, dass ihre katholische Trauung amtlich anerkannt wird, muss die Hochzeitsagentur spezielle Vorrichtungen treffen, damit das Paar das Ehefähigkeitszeugnis erhält. Die Agentur wird mit dem Standesamt zusammenarbeiten, um Zeit und Datum der Erklärung zu verifizieren.
2. Die Trauung
Das Sakrament der Hochzeit wird während der Messe zelebriert, wenn beide Ehegatten römisch-katholisch sind. Wenn einer der Ehegatten evangelisch ist, wird vorzugsweise nur die Trauung zelebriert, ohne Messe.
Dies wird jedoch auch vom Priester der Brautleute während der Ausstellung der nötigen Papiere und während des Hochzeitsvorbereitungskurses mitentschieden.
Ein Paar, das eine römisch-katholische Trauung wünscht, kann zwischen wählen zwischen: Trauung ohne Messe; Trauung während der Messe. Die erste Variante dauert ca. 20 Minuten. Diese Zeremonie ist recht einfach, es wird vorgelesen und gesungen und sie ähnelt einer evangelischen Trauung. Die zweite Variante enthält auch die Messe und dauert ca. eine Stunde.
Beschreibung der Zeremonie
Zunächst begrüßt der Priester die Anwesenden und es wird gemeinsam ein Eröffnungsgebet gesprochen. Es folgen die Predigt und weitere Gebete. Die Gemeinde steht zuweilen auf oder kniet auch , während Nichtkatholische Anwesende auch sitzen bleiben können. Das Vaterunser wird vom Priester gemeinsam mit der Gemeinde gesprochen. Römische Katholiken lassen den letzten Satz der evangelischen Version weg: "Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit".
Während der Liturgie wird aus dem Alten und dem Neuen Testament vorgelesen. Außerdem gibt Lesungen von Psalmen, das Hallelujah vor dem Evangelium und die Lesung aus einem Evangelium. Das Paar kann sich aussuchen, wer was vorlesen soll; ob der Priester oder ein besonderes Familienmitglied oder Hochzeitsgast.
Nach den Lesungen wird das Ehegelübde abgelegt und die Ringe werden getauscht. Der Trauzeuge hält normalerweise beide Ringe und übergibt sie dann dem Priester, der sie segnet. Der Priester übergibt sie anschließend dem
Brautpaar, das sie sich gegenseitig an den Finger steckt. Die Braut kann die Jungfrau Maria ehren, indem sie Blumen auf einem der Gottesmutter geweihten Seitenaltar legt. Anschließend wird gebetet. Es können auch persönliche Gebete gesprochen werden. In der Messe wird die Liturgie der Eucharistie zelebriert. Die ausgewählten Personen bringen Brot und Wein zum Altar. Es folgt die Segnung des Brautpaars. Anschließend fordert der Priester die Gemeinde auf, ein Zeichen des Friedens auszutauschen und alle Anwesenden schütteln die Hand ihrer Banknachbarn und sagen "Friede sei mit dir" oder einen anderen freundlichen Gruß. Das Abendmahl wird gefeiert. In der römisch-katholischen Kirche ist es üblich, dass das Abendmahl nur getauften Katholiken vorbehalten ist. Der Priester kann aber entscheiden, ob ein Paar teilnehmen darf oder nicht.
Während des Abendmahls zur Erinnerung an Jesus' letzte Mahlzeit werden Brot und Wein gesegnet und als Jesu Leib und Blut genommen. Um das Abendmahl einzunehmen, geht die Gemeinde nach vorne zum Altar, bekommt das Brot, meistens in Form einer Oblate und manchmal einen Schluck Wein. Danach geht man auf seinen Platz zurück. Anschließend wird das Heiratsregister unterzeichnet. Ein Gebet und ein abschließender Segensspruch beenden die Trauung ohne Messe.
Wenn auch die Messe gefeiert wird, endet die Trauung mit der Segnung und der Verabschiedung der Gemeinde.